Solinger Tageblatt- Kompositionen einer `Kriegerin`

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LEIDENSCHAFT Talentierte Solo-Musikerinnen treten in Solingen immer häufiger in Erscheinung: Teneja ist eine von ihnen.

Von Nadine Oberhofen

„Teneja - groß, aufrecht, fordernd, eigensinnig!“ Mit diesen Worten beschreibt sich die Sängerin, die mit ihrer Gitarre ihre Gefühle zum Klingen bringt. Die selbstständige Promoterin und freiberufliche Musikerin aus Solingen wurde von der Musik der 80er Jahre geprägt und begeistert auf der Bühne mit eigenen Interpretationen aus jener Zeit. Ihre Liebe für die Musik entdeckte die gebürtige Slowenin früh. „Meine Mutter hatte mich im Alter von anderthalb Jahren beobachtet, wie ich auf einer Musikveranstaltung neben einer großen Box stand, genau auf den Takt hörte und mich dazu rhythmisch bewegte“, erzählt die 29-Jährige.

Das musikalische Interesse wuchs rapide. Teneja trat später mit dem Pop-Chor „En Chor“ auf, spielte in Rockbands, paukte nebenbei Musiktheorie in der Musikschule und wurde für ein studienvorbereitendes Jahr in Maastricht angenommen. „Nach diesem Jahr wurde mir allerdings von der Klassikgesangslehrerin empfohlen, aus sämtlichen Gesangsaktivitäten auszusteigen, da meine Stimme sich nicht ‚gesund’ anhörte“, was ihr schließlich auch ein Arzt bescheinigte.

Musikalische Pause musste sein - der Gesundheit zuliebe

Trotz erfolgreicher Therapie entschied sich Teneja zunächst gegen eine Musikkarriere und machte eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau. Heute sieht sie diese drei Jahre als ihre musikalische Pause. „Das Schicksal wollte es anders mit mir“, ist Teneja überzeugt. Die Sängerin, die ihrem außergewöhnlichen Namen, der frei übersetzt „Kriegerin“ bedeutet, alle Ehre macht, ging trotz Stimmbandproblemen wieder auf die Bühne.

Tenejas nächster Auftritt: 29. Januar in Wuppertal

Auch wenn es immer wieder zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit der Stimme kam: Für Teneja, die bereits mit Armin Rühl, Schlagzeuger bei Grönemeyer, auf der Bühne stehen durfte, macht weiter. „Wenn ich spüre, wie die Musik mich mit dem Publikum verbindet, dann weiß ich, dass ich es mit meiner Musik erreicht habe. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl“, schwärmt Teneja. Seit anderthalb Jahren legt sie auch ihre Seele in selbstkomponierte Stücke. „Es soll in die Richtung von Joss Stone, Amy Winehouse, und Norah Jones gehen“, beschreibt Teneja ihr musikalisches Vorhaben. „Das sind für mich die besten Sängerinnen zurzeit.“ Wer das Gesangstalent erleben möchte, hat am 29. Januar die Chance dazu - im WiWu (Wirtschaftswunder) in Wuppertal, „Voice meets guitar“, ab 20.30 Uhr.

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